5 Fragen an…

Katharina Heubach, Designerin bei acredo.

Bis ein Schmuckstück unseren hohen Ansprüchen entspricht und Ihre Vorstellungen und Wünsche erfüllt, ist es ein langer, aber auch sehr schöner Weg. Von Anfang an dabei ist Katharina Heubach. Die Designerin begleitet Kollektionen und Modelle von A bis Z – wie sie sich inspiriert, wann ein Ring perfekt ist und welche Trends warten, verrät Sie in unserer Interviewreihe „5 Fragen an…“.

1 I Frau Heubach, Sie sind der kreative Kopf bei acredo.
Wo holen Sie sich Ihre Inspiration?

Schmuck in seiner ursprünglichsten Form ist Kommunikation über Symbole – sie werden in allen Kulturen benutzt und intuitiv verstanden. Die damit verbundenen Inhalte und Emotionen inspirieren mich beim Entwerfen von Schmuck. Deswegen wahrscheinlich auch meine Affinität zum Ring. Der Ring, insbesondere natürlich der Trauring, ist das symbolträchtigste Schmuckstück überhaupt – er steht für Unendlichkeit und für das emotionale Zentrum unseres Seins.
Die Natur ist für mich die größte Lehrmeisterin in Sachen Strukturen und Oberflächen: Das Betrachten des perfekten Aufbaus eines Schneckenhauses, das Gefühl, mit der Hand über eine Baumrinde zu streichen, schlägt sich ebenfalls in meinen Entwürfen nieder. Auch Eindrücke aus der Architektur und der zeitgenössischen Kunst, sowohl im Bereich der bildenden als auch der gestaltenden Kunst, fließen immer wieder in meine Arbeit mit ein

2 I Wie lange dauert es, bis ein Ring in Ihren Augen perfekt ist und in die Hände der Goldschmiede übergeben wird?

Die Kollektion acredo ist Emotion und Individualität, ihr credo ist ‚Liebe auf den ersten Blick‘. Die Formensprache ist modern, kraftvoll und ausdrucksstark, gepaart mit Eleganz und einer gewissen Selbstverständlichkeit.
Das sind meine Eckpunkte und egal zu welchem Designthema ich Ringe und Schmuck entwickle, erst wenn ich davon überzeugt bin, diese DNA in jedem meiner Entwürfe wiederzufinden, präsentiere ich meine Arbeiten.
Danach überarbeite ich die Schmuckstücke, die im Gremium unter manchmal auch heftigen Diskussionen ausgewählt wurden in Bezug auf technische Daten und den Angaben fürs „Feintuning“ . Diese Angaben werden dann alle im Detail mit dem Team ‚Modellbau‘ besprochen, das ich auch über den ganzen Zeitraum des Modellbaus hinweg begleite. Je nach Umfang und technischen Herausforderungen kann dieser Prozess bis zum fertigen Schmuckstück nahezu ein halbes Jahr dauern.

3 I Haben Sie einen Lieblingsring? Wenn ja, welches Modell und warum?

Einen? Mein Mann freut sich jedes Mal, wenn ich ihn bei jeder neuen Kollektion am liebsten noch mal heiraten will. Es sind tatsächlich in jedem Kollektionssegment Modelle dabei, die mich im wahrsten Sinne des Wortes „ins Herz treffen“. Sei es der Spannring mit dem Pavée-Band, das sich um die Ringschiene zu schlängeln scheint, sei es der Weißgold-Trauring, über den sich eine üppige Brillant-Welle schlängelt, begleitet von einem unregelmäßigen rotgoldenen Streifen oder die Kombination eines wundervollen Solitaires, dessen Ringschiene seitlich mit kleinen Diamanten im Baguette-Schliff besetzt ist, mit einem schmalen, schlichten Rotgold-Trauring und einem Memoire, auf dem sich Diamanten im Brillant- und Baguette-Schliff abwechseln. Bei Lichte betrachtet eigentlich immer genau die acredo-DNA-Designs in Reinkultur! Da hab ich übrigens noch die schmalen Ringe aus der Chorus-Line vergessen zu erwähnen – perfekt, wenn ich 2 oder 3 nebeneinander an den Finger stecke, farblich abgestimmt auf mein Outfit.

4 I Auf welche Trends bei Trauringen können wir uns freuen?

Trauringe werden grundsätzlich schmäler. Ganz sicher mit ein Grund dafür sind die Verlobungsringe, die als inzwischen ja schon fast ein ‚Must‘ als Diamantring davor getragen werden und der schmale Memoire, der für zukünftige Anlässe, wie z.B. die Geburt eines Kindes immer mehr in den Blickpunkt rückt.
In allen 3 Bereichen wird acredo in Kürze neue Modelle präsentieren. Die Kollektion wird mit einer neuen Schmucklinie aufwarten und last but not least: da die Welt bunt ist, wird auch acredo Farbe bekennen. Mehr verrate ich dazu aber noch nicht.

5 I Sie sind seit sechs Jahren bei acredo. Warum?

Sich für ein Schmuckstück zu entscheiden, ist ein sinnlicher Akt: Die Freude am Betrachten ergibt zusammen mit der Lust am Tragen das Begehren. Ob ein Schmuckstück aber auch zum Liebling wird, hängt davon ab, ob der Mensch, der es trägt, sich darin „wiederfindet“.
Diesem Prozess entspricht acredo voll und ganz, zumal jeder Kunde sich durch die Möglichkeiten der Konfiguration seine ganz individuellen Wünsche für sein Lieblingsschmuckstück erfüllen kann. Und genau so geht es mir mit acredo – acredo entspricht mir und meinem ganz persönlichen Style!
Schon 2010, bei meinem Einstieg in das Team, brannte ich für diese Kollektion und ich bekam von Anfang an den Freiraum, viel von mir und meiner Persönlichkeit in diese Arbeit einfließen zu lassen.
Natürlich beflügelte mich dieses Vertrauen, dann der Erfolg unserer Arbeit und heute die Möglichkeiten, sich innerhalb dieser acrdo-DNA immer wieder neu zu erfinden.