I DO, I DO, I DO – Ein amerikanischer Hochzeits-Traum (2)

Teil II: Der große Tag ist da

Der Ablauf der Trauung unterscheidet sich kaum von einer deutschen Hochzeit. So darf der Bräutigam wie in Deutschland seine Zukünftige und ihr Kleid nicht vor der Hochzeit sehen und der Vater führt seine Tochter zum Traualtar.

Es gibt nur wenige Unterschiede: Wie aus den Hollywoodfilmen bekannt ist, wird in den USA meistens der Hochzeitsmarsch gespielt und die Mütter zünden während der Zeremonie die Hochzeitskerze, unity candle, an. Auch trägt das Ehepaar in den USA die Ringe am linken Ringfinger, denn so wird die Verbindung zum Herzen noch besser betont. Im Durchschnitt kostet der Trauring der Frau um die 1.000 Dollar, während das Paar für den Trauring des Herrn etwa die Hälfte ausgibt. Der Verlobungsring wird auch in Nordamerika weiterhin von den Damen als Vorsteckring getragen und erinnert sie somit an die wunderbare Zeit der Verlobung.

Die Feier

Nach der kirchlichen Feier wird das Brautpaar mit Konfetti oder Reis beglückwünscht. Anschließend erwartet die Hochzeitsgesellschaft, in der Regel sind das 150 bis 200 Gäste, eine reichliche Auswahl an Köstlichkeiten, eine mehrstöckige Hochzeitstorte und Give Aways. Nach dem Essen, darf das Werfen des Brautstraußes natürlich nicht fehlen. Mal schauen, ob diejenige, die den Brautstrauß fängt, die nächste Hochzeit feiert?

Sprung über Besen = glückliche Zukunft

Ein weiterer Brauch, vor allem bei vielen afroamerikanischen Paaren, ist das Springen über den Besen. Die Wurzeln dieses Brauchs reichen weit in die amerikanische Geschichte. Denn das Besenspringen erinnert an das damalige Heiratsverbot für Sklaven. Mit dem Sprung über den Besen wird deshalb der Vergangenheit der Rücken gekehrt und in eine gemeinsame Zukunft geblickt.

Ganz traditionell eröffnet das Brautpaar die Tanzfläche. Dabei wird aber immer seltener der klassische Walzer gewählt. Denn so kann es schon einmal vorkommen, dass das Brautpaar zu einem modernen Lied mit einer besonderen Choreographie so richtig „abdanct“. Das lockert die Atmosphäre auf, bewegt auch den letzten Tanzmuffel auf das Parkett und ist außergewöhnlich, so wie wir das von den Amerikanern kennen.

Die Flitterwochen rufen

Da im Vorfeld der Hochzeit schon die ein oder andere Party gefeiert wurde, kann die Hochzeitsfeier schon einmal kürzer ausfallen als bei uns in Deutschland. Denn auf das Brautpaar wartet bereits das nächste Highlight: die Flitterwochen. Die traumhafte Insel Hawaii gilt bei den Amerikanern als Favorit unter den Honeymoon-Reisezielen.

Was machen diejenigen, die lieber „unter sich“ bleiben und die großen Vorbereitungen vermeiden wollen?

Ja, die heiraten dann beispielsweise ganz einfach und unkompliziert in Las Vegas. Denn was ist amerikanischer als eine Hochzeit im Schnellverfahren in DER Hochzeits-Metropole weltweit?